Maker´s und die Maker-Bewegung

By | 17. Februar 2018

Der Autor Chris Anderson stellt in seinem interessanten Buch “Maker´s” die spannende Frage: “Was passiert, wenn die Web-Generation sich der realen Welt zu wendet?”

Die Antwort ist sehr einfach: es entsteht eine neue Bewegung, die sogenannte Maker-Bewegung.

Die Bastler der Vergangenheit, die zurückgezogen in ihren Werkstätten an der Umsetzung ihrer Ideen arbeiteten sehen heute ganz andere Möglichkeiten. Ideen können mit geringem Aufwand am Computer entworfen und mit Hilfe von 3D-Druckern von Jedermann unkompliziert realisiert werden. Wer keine eigene Werkstatt hat, trifft sich mit gleichgesinnten im Makerspace. Es gibt heute weltweit über 5000 “Makerspaces” und jeden Tag kommen neue hinzu.

Ein Makerspace ist eine offene Werkstatt die alle nur erdenklichen Werkzeuge, Geräte und Materialen bereitstellt. In dieses Makerspaces treffen sich Gleichgesinnte, um Ihre digitalen Entwürfe auf einem 3D-Drucker auszudrucken aber auch um gemeinsam große Vorhaben umzusetzen, wie etwa gemeinsam neue  Roboter oder andere Geräte zu entwickeln.

Präsident Obama erkannte die Bedeutung dieser neuen Bewegung und öffnete das Weisse Haus für die Maker in dem er eine Maker Fair stattfinden liess.

In seiner Eröffnungsrede betonte er die Bedeutung und erkläre den 18. Juni als Amerikas National Maker Day : “…a National Day of Making, encouraging dreamers across the country to become Makers of things, not just consumers of things, and calling upon Americans in every corner of the nation to host programs and activities to mentor and empower a new generation of pioneers in design, manufacturing, and engineering.”

Nie war es einfacher seine Ideen in Hardware und Software umzusetzen. Die offenen Hard- und Software Plattformen wie Arduino, Raspery Pi und viele andere erlauben es auch unerfahrenen Makern anspruchsvolle Steuerungsaufgaben zu entwickeln. Umfangreiche Bibliotheken mit ausgezeichneten Funktionen zu allen erdenklichen Problemstellungen werden von der Maker-Gemeinschaft erstellt und kostenlos zur Verfügung gestellt.

Projekte, die auf den ersten Blick wie Spielerei erscheinen, stellen sich beim genaueren Betrachten als interessante Produkte heraus, die sich auch zur Gründung eines StartUp Unternehmens eignen. Eines von vielen Beispielen ist die Firma “Inventables” aus Chicago. Ihr Gründer hatte die Idee eine leicht zu bedienende Tisch-Fräsmaschine zu bauen, die er heute mit seinem Team mit großem Erfolg vertreibt.