Neues aus der Arduino Welt

By | 7. Februar 2017

Arduino 101

Auf den ersten Blick unterscheidet sich der Arduino 101 kaum vom Arduino Uno. Der Formfaktor, die Anschlüsse und die Pin-Leisten sind identisch. Einzig der unlackierte Bereich rechts unten auf der Platine fällt auf: Dort befindet sich die Antenne für den Bluetooth-Empfänger. Der sitzt nicht als eigener Baustein auf dem Board, sondern ist integriert in das Intel-Curie-Modul.  Dieser kleine Baustein enthält auch einen sechsachsigen Beschleunigungsmesser und ein Gyroskop (IMU).

Während das Modell Uno auf einem 8-bit-Mikrocontroller basiert, kann der Typ 101 mit einem SoC aufwarten, das über zwei 32-bit-Cores verfügt, die mit je 32 MHz gestaltet sind und auf geringen Stromverbrauch optimiert wurden. Hinzu kommt, dass ein 101 über mehr als zehn Mal so viel Speicher verfügt, wie ein Arduino Uno. Das RAM ist 80 KByte groß, wovon 24 KByte genutzt werden können, vom 384 KByte großen Flash-Speicher können 196 KByte selbst verwendet werden. Auf dem Papier also eine mehr als interessante Alternative zum Arduino Uno.

Die Programmierung erfolgt über die Arduino IDE ab Version 1.6.7. Über den Boardverwalter im Werkzeugmenü wird das Entwicklerpaket “Intel Curie Boards” installiert. So kommt das rund 400 MByte große Paket aus Compiler, Linker und diversen Bibliotheken auf den eigenen Rechner.

Sobald diese Installationen abgeschlossen sind, kann das Board wie üblich über USB an den Rechner angeschlossen werden. Nun können laut Aussage der Hersteller, alle Bibliotheken aus dem Arduino Universum verwendet werden. Die Nutzung der integrierten Sensoren soll aus den beigefügten Beispielen hervor gehen.

Erste Tests

Die Installation der Software verlief über den Bordverwalter unproblematisch. Der erste Test mit dem obligatorischen Blink-Beispiel offenbart gleich, dass der Übersetzungsvorgang sehr viel langsamer von statten geht als mit dem Arduino Uno. Und bestätigt damit mein Bild, dass für einfache Steuerungsaufgaben der klassische Arduino unschlagbar ist. Einfacher und unkomplizierter geht es aus meiner Erfahrung wirklich nicht.

Als nächstes habe ich die Beispiele versucht…ohne genaueres Studium geht da gar nichts. Die Beispiele mit dem Timer und dem Beschleunigungssensor haben ohne Probleme funktioniert. Die mit dem Bluetooth Modul erfordern eine intensivere Einarbeitung.

Auf den ersten Blick eine interessante Entwicklung …wenn auch mit der Einschränkung die bisher einfache Bedienbarkeit des Arduino etwas einzuschränken.