Pull-Up und Pull-Down Widerstände

By | 14. Januar 2018

Um an einem elektrischen Eingang ein definiertes Signal zu erhalten, werden üblicherweise sogenannte Pull-Up bzw. Pull-Down Widerstände verwendet. Die Funktion lässt sich aus den Bezeichnungen ableiten: Ein Pull_Up-Widerstand zieht also etwas hinauf und ein Pull_Down-Widerstand zieht etwas hinunter.

Eine Pull_Up-Widerstand-Schaltung sorgt dafür, dass die elektrische Spannung hinauf bis zum Betriebsspannungswert +Ub (Vcc) gezogen wird. Die Pull_Down-Widerstands-Schaltung zieht den Eingangspegel dagegen hinunter auf GND.

Als Schaltung sieht das dann so aus:

 

Leider ist das Einlesen eines Schalters in der Praxis nicht ganz so einfach. Wenn man das Beispiel-Programm aus der Arduino-Entwicklungsumgebung ausprobiert, kommen häufig mehrere „Button pressed“ Nachrichten über die serielle Schnittstelle, obwohl man den Taster nur einmal gedrückt hat.

Das kommt daher, dass sich der elektrische Kontakt abwechselnd sehr schnell öffnet und schliesst und so für den Arduino erscheint,  als würde man den Taster sehr, sehr schnell mehrmals drücken. Dieses Verhalten nennt man auch „Prellen„.

Wie man sich vorstellen kann ist das ziemlich schlecht. Eine Tastatur würde z.B. pro Tastendruck mehrere Zeichen hintereinander ausgeben. Die Korrektur dieses Verhalten heißt dementsprechend „Entprellen„. Es gibt dafür mehrere Ansätze, sowohl durch elektronische Schaltungen als auch nur per Software.